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02.08.07

Auto fahren macht Spaß. Am meisten Spaß macht Essen im Auto. Deswegen besitze ich diese erhöhte Affinität zu Drive-In-Schaltern, speziell in meinem Lieblings-Fast-Food-Restaurant. Das Vergnügen an dieser Self-Service-Version des Essens auf Rädern wird allerdings erheblich durch die Qualität der Gegensprechanlage gemindert. Gegensprechanlage? Meine Überzeugung nach hat sie diesen Namen deshalb bekommen, weil sie völlig gegen das Sprechen ausgelegt ist.

"Hiere Bechelun hippe!" knarzt es mir aus dem Lautsprecher entgegen Sounds like Schellackplatte. Aus Erfahrung allerdings weiss ich, dass die Stimme (männlich? weiblich? ... wohl eher männlich?) am anderen Ende dieses Dosentelefons sich soeben nach meiner Bestellung erkundigt hat.

Jetzt einfach zu bestellen, wäre mir zu langweilig. Demzufolge stelle ich zuerst eine Frage:

"Haben sie etwas vom Huhn?"

Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer verständliches Wort, das aber eindeutig mit "...icken" endet. Ich antworte: "Später vielleicht, zunächst möchte ich etwas essen."

Etwas lauter tönt es zurück: "CHICKEN!"

Ich kann es mir nicht verkneifen: "Nein, ich würde es gleich selbst abholen."

Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir belusticht die genervte Visage des McKnecht vor. Als die Sprechpause zu lang werden droht, sage ich: "Ach so, Sie meinen Chicken! Nö, lieber doch nicht. Haben sie vielleicht Presskuh mit Tomatentunke in Röstbrötchen?"

"Hamburger?" fragt mein unsichtbares Gegenüber zurück. Der Wahrheit entsprechend erwidere ich: "Nein, ich bin von hier. Aber hat das denn Einfluss auf meine Bestellung?"

"Wol-len Sie ei-nen H-a-m-b-u-r-g-e-r?"

"Jetzt beruhigen Sie sich mal! Ja, ich nehme einen."

"Schieß?"

"Stimmt, hatte ich nach der letzten Mahlzeit hier. Mittlerweile ist meine Darmflora allerdings wieder wohlauf, ich denke, ich kann es erneut riskieren."

Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid zu tun. Er kann ja nichts für den Job. Aber ich ja auch nicht ......

"Ob Sie KÄÄÄSE auf dem Hamburger möchten!?"

"Ah ja, gern. Ich nehme einen mittelalten Pyrenäen-Bergkäse, nicht zu dick geschnitten, von einer Seite leicht angeschmolzen."

Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher "Sicher doch" oder "Arschloch" lautet, kann ich nicht exakt heraushören.

Deutlicher jedoch erklingt nun: "Was dazu?"

"Doch, ja. Ich hätte gerne diese gesalzenen frittierten Kartoffelstäbchen."

"Also Pommes?"

"Von mir aus auch die"

"Groß, mittel, klein?"

"Gemischt. Und zwar jeweils genau zu einem Drittel große, mittlere und kleine."

"WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?"

Diese, wiederum sehr laut formulierte Frage, verstehe ich klar und deutlich. Sie verlangt eine ehrliche Antwort: "Falls das die Bedingung ist, hier etwas zum Essen zu bekommen: Ja, also: Machen wir weiter?"

Die Stimme schnauft kurz und fragt: "Gut, gut. Etwas zu den Pommes?"

"Ein schönes Entrecôte, blutig und ein Glas 1996er Spätburgunder, bitte"

"ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR BLUTIG!!!"

"Machen Sie das, aber verschütten Sie dabei bitte nicht den Wein."

"Schluss jetzt, Schalter zwei, vier Euro fünfzehn!"

Schon vorbei. Gerade, als es anfängt, lustich zu werden. Aber ich habe noch ein As im Ärmel. Ich zahle mit einem 200-Euroschein. "Tut mir leid, aber ich hab's nicht grösser."

PIEP!... Freundlich werde ich ausgekontert: "Kein Problem."

Mit kaltem Blick lässt ein bemützter Herr mein Wechselgeld auf den Stahltresen klappern.

Nicht mit mir, Freundchen! Ich will den Triumph! Zeit also fürs Finale: "Kann ich eine Quittung bekommen?" fragte ich überfreundlich. "Ist ein Geschäftsessen." ...

19.06.07

 Der Motoradfahrergruß ...

Der bekannte Motorradfahrergruß ist ein mehr oder weniger deutliches Zurkenntnisnehmen eines entgegenkommenden Motorradfahrers
Zu diesem Zwecke erlaubt ist das Heben der Kupplungshand bis maximal Schulterhöhe oder das Abspreizen von mindestens zwei Fingern der linken Hand vom Lenkergriff. Grüßen mit der rechten Hand wird i. d. R. als uncool angesehen. Im Notfall, wenn die Kupplungshand z. B. mit Kuppeln beschäftigt ist, ist auch ein deutliches Nicken mit dem Kopf erlaubt.

Fahrtechnisch problematisch wird der Motorradfahrergruß beim Überholen. Die klassische Grußhand, die Linke, wird vom Überholten nicht gesehen. Grüßt man mit der Linken vorn am Körper vorbei nach rechts, tippen Autofahrer auf Heuschreckenschwärme oder Unterarmkrampf. Motorradfahrer mit Auslandserfahrung wenden daher in dieser Situation den mediteranen Motorradfahrergruß an: Spanische, italienische und französische Motorradfahrer sind immer irgendwie mit Gasgeben, Kuppeln, Schalten oder ihrer Sozia beschäftigt, so das sie durch Abspreizen des rechten Beins grüßen.

Nur Fortgeschrittenen zu empfehlen ist das sogenannte Abklatschen als Motorradfahrergruß: Der linke Arm wird soweit ausgestreckt, dass die ebenfalls ausgestreckte Hand des entgegenkommenden Fahrers berührt wird. Fehleinschätzungen von Geschwindigkeit und Entfernung können hierbei allerdings äußerst unangenehme Folgen haben. - Das Auf- und Abbewegen der waagerecht ausgestreckten Hand ist nicht als Motorradfahrergruß zu verstehen, sondern als Warnung z. B. vor Öl, Hindernissen oder Schnittlauch auf der Fahrbahn...

Wie grüßt man richtig , kann man es lernen oder ist es ein angeborener
Motorradfahrerreflex?
Und wenn, fehlt dann bei den Nichtgrüßern das entscheidende
Grußgen? Kann man das schon im Mutterleib feststellen und ändern z.B. durch die
Einnahme von täglich 2 Löffeln Synthetiköl, oder muß in langjähriger harter
Arbeit auf einer Grußschule das Defizit ausgemerzt werden? Wissenschaftliche
Studien anhand von freiwilligen Grußprobanden haben ergeben das man zwischen 8
Kategorien des Grüßens unterscheiden muß.

1. Die Coolen:
Lümmeln meist gekonnt in stundenlang eingeübter Pose mit dem Ellenbogen auf dem
Tank. Gern werden dabei auch nur die äußersten Fußspitzen auf die Rasten
gestellt, so das es zum so genannten "Froschlümmeln" kommt. Kommt dann ein
Motorradfahrer entgegen, geht die Hand (2 Finger meist ausgestreckt) lässig in
Richtung Helm, ein kleines Nicken noch und der Lümmler fällt zurück in die
Ausgangsposition.

2. Die Schüchternen: (aber auch die Dankbarsten)
Unsicher warten sie auf ein Zeichen. Keinesfalls möchten sie sich blamieren, indem
sie grüßen und der andere es vielleicht nicht erwidert. Wird der Schüchterne
allerdings zuerst gegrüßt ist die Freude groß und dankbar grüßt er zurück, oft
mit vollem Körpereinsatz, Nicken, Hand, Fuß oder auch mit Zuruf und das alles
gleichzeitig.

3. Die Immer-Grüßer:
Nach dem Motto "komme was wolle, ich grüß immer" zieht er seine Runden. Und das
meint er völlig ernst. In Schräglagen, die Kniepads schleifend, die fußrasten
sitzen auf, viel Verkehr, eine Ölspur voraus? Kein Problem, es wird in jedem Fall
gegrüßt, schließlich wurde es jahrelang bis zur Perfektion geübt! Der
Immer-Grüßer nimmt auch keinerlei Rücksicht auf Typ, Marke, Alter des
entgegenkommenden Motorrades. Alles was zwei Räder hat beschenkt er mit kollegialer
Aufmerksamkeit.

4. Die Vielleicht-Grüßer:
Die Vielleicht-Grüßer, auch Vigrüß genannt, beäugen erst skeptisch das Vehikel
des Grüßungsanwärters. Wenn alles dem wachsamen Auge des Vigrüß Zustimmung
findet, sprich, es ist das richtige Krad, die richtige Kleidung, das richtige Tempo,
die richtige Lautstärke usw. wird anerkennend gegrüßt. Nur ist es dann meist zu
spät und der andere längst über alle Berge.

5. Die Abklatscher: (oft Enduristen)
Meist verbergen sich darunter echte Frohnaturen und Entertainer. In der Schule oft
der Klassenclown gewesen, bemühen sie sich auch auf Straße dieses Image
beizubehalten. Das sie durch ihre ruckartigen und ausholenden Bewegungen zuweilen
andere Biker verschrecken, die ein Angriff auf Leib und Leben befürchten, stört
sie nicht weiter. Wenn es nach ihnen ginge, würden sie jedem Entgegenkommenden
persönlich die Hand schütteln.

6. Die Augenzwinkerer: (oft Anfänger)
Unsicher, die beiden Hände fest an den Lenker geklammert, vollauf beschäftigt mit
Gas, Bremse und Kupplung, versuchen sie durch kräftiges Augenzwinkern das Grüßen
zu erwidern. Sehr mutige spreizen auch schon mal den ganzen kleinen Finger vom
Lenker ab und freuen sich dann wie die Schneekönige über die geglückte Aktion.

7. Die um des Grüßens-Willen-Fahrer: (Grüwis)
Ein echter Hardcoregrüßer. Meist nur bei schönem Wetter anzutreffen (bei Regen
gibt es ja weniger die man grüßen könnte) schleicht er langsam durch die Gegend
um ja keinen Grußkandidaten zu übersehen. Vor der Tour wird noch die am stärksten
frequentierte Motorradstrecke ausgeguckt und los geht's. Potentielle Grußopfer so
weit das Auge reicht. Der Grüwi ist in seinem Element. Wenn er abends nach Hause
kommt und die linke Hand schmerzt, war es ein guter Tag. Wenn sie nicht schmerzt
dürfen seine Mitmenschen das ausbaden und sich tagelang Triaden anhören, daß das
Motorradfahren nicht mehr das ist, was es einmal war; ja früher war alles besser,
früher war alles gut, da hielten noch alle zusammen ........ da wurde man noch
gegrüßt!

8. Die Nichtgrüßer: (oft Wehrdienst- oder Totalverweigerer)
Stur den sonnenbebrillten Blick geradeaus gerichtet, verweigert er zivilen Gehorsam
und den Bikergruß. Sein Haupt krönt oft ein Jethelm. Er ist ein Rebell, ein
Individualist, ein James Dean der Biker, der sich in keine Schublade stecken lassen
will. Meist hatte er eine dominante Mutter. Unbeugsam trotzen sie allen Regeln,
schließlich waren alle anderen noch Quark im Supermarktregal oder ein Glitzern im
Auge von Papa als er längst eine Harley sein Eigen nannte.

In keine Kategorie einzuordnen waren die Streetfighter. Meist
Psychopathen, das Visier schwarz wie ihre Seele, oft mit Totenkopfairbrush auf dem
Helm, winken sie nach Gutdünken wenn sie gut gelaunt sind oder das Gegenüber
grüßwürdig empfinden. Ihre Grüße werden immer erwidert. Allerdings mehr aus
Angst, das dieser Soziopath bei Verweigerung 'ne Knarre zieht und sich rächt.

Ich gehöre zu den Streetfightern *g*

 

Woran erkennt Man(n) dass seine Freundin nichts von Motorrädern versteht?
Wenn Sie Hayabusa für den Namen eines neuen Push-Up-BH's hält

 

 

Softwareanfrage
"Sehr geehrte Damen und Herren!

Voriges Jahr bin ich von der Version 'Freundin 7.0' auf 'Gattin 1.0' umgestiegen. Ich habe festgestellt, dass das Programm einen unerwarteten Sohn-Prozess gestartet hat und sehr viel Platz und wichtige Ressourcen belegt. In der Produktanweisung wird ein solches Phänomen nicht erwähnt.
Außerdem installiert sich 'Gattin 1.0' in allen anderen Programmen von selbst und startet in allen Systemen automatisch, wodurch alle Aktivitäten der übrigen Systeme gestoppt werden.
Die Anwendungen 'Bordell 10.3', 'Umtrunk 2.5' und 'Fußballsonntag 5.0' funktionieren nicht mehr, und das System stürzt bei jedem Start ab.
Leider kann ich 'Gattin 1.0' auch nicht minimieren, während ich meine bevorzugten Anwendungen benutzen möchte. Ich überlege ernsthaft, zum Programm 'Freundin 7.0' zurückzugehen, aber bei Ausführen der Uninstall-Funktion von 'Gattin 1.0' erhalte ich stets die Aufforderung, zuerst das Programm 'Scheidung 1.0' auszuführen. Dieses Programm ist mir aber viel zu teuer.
Können Sie mir helfen?

Danke, ein User"


Aber jetzt kommt eigentlich erst das wirklich geniale, die Antwort des
Technischen Dienstes:


"Lieber User,

das ist ein sehr häufiger Beschwerdegrund bei den Usern. In den meisten Fällen liegt die Ursache aber bei einem grundlegenden Verständnisfehler.
Viele User steigen von 'Freundin 7.0' auf 'Gattin 1.0'um, weil sie letzteres zur Gruppe der "Spiele & Anwendungen" zählen.
'Gattin 1.0' ist aber ein BETRIEBSSYSTEM und wurde entwickelt, um alle anderen Funktionen zu kontrollieren. Es ist unmöglich, von 'Gattin 1.0' wieder auf 'Freundin 7.0' zurückzugehen.
Bei der Installation von 'Gattin 1.0' werden versteckte Dateien installiert, die ein Re-Load von 'Freundin 7.0' unmöglich machen. Es ist nicht möglich, diese versteckten Dateien zu deinstallieren, zu löschen, zu verschieben oder zu vernichten. Einige User probierten die Installation von 'Freundin 8.0'
oder 'Gattin 2.0' gekoppelt mit 'Scheidung 1.0', aber am Ende hatten sie mehr Probleme als vorher.
Lesen Sie dazu in Ihrer Gebrauchsanweisung die Kapitel "Warnungen", Alimentezahlungen - fortlaufende Wartungskosten von Kindern ab Version 1.0".

Ich empfehle Ihnen daher, bei 'Gattin 1.0' zu bleiben und das Beste daraus zu machen.
Ich habe selber 'Gattin 1.0' vor Jahren installiert und halte mich strikt an die Gebrauchsanweisung, vor allem in Bezug auf das Kapitel "Gesellschaftsfehler". Sie sollten die Verantwortung für alle Fehler und Probleme übernehmen, unabhängig davon, ob Sie schuld sind oder nicht.

Die beste Lösung ist das häufige Ausführen des Befehls: C:UM_ENTSCHULDIGUNG_BITTEN.exe
Vermeiden Sie den Gebrauch der "ESC" Taste, da Sie öfter UM_ENTSCHULDIGUNG_BITTEN einschalten müssten, damit 'Gattin 1.0' wieder normal funktioniert.
Das System funktioniert solange einwandfrei, wie sie für die "Gesellschaftsfehler" uneingeschränkt haften. Alles in allem ist 'Gattin 1.0' ein sehr interessantes Programm - trotz der unverhältnismäßig hohen Betriebskosten. Bedenken Sie auch die Möglichkeit, zusätzliche Software zu installieren, um die Leistungsfähigkeit von 'Gattin 1.0' zu steigern.
Ich empfehle Ihnen: 'Pralinen 2.1' und 'Blumen 5.0' in Deutsch.
Viel Glück!

Ihr Technischer Dienst

PS: Installieren Sie niemals Sekretärin im Minirock 3.3! Dieses Programm verträgt sich nicht mit Gattin 1.0 und könnte einen nicht wiedergutzumachenden Schaden im Betriebssystem verursachen."
 

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